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Ehrennadel "Gold mit Rubin" des BTV für Gerald Bergmann
Zur Eröffnung der diesjährigen Bayerischen Meisterschaften im Gerätturnen durfte der Landeskampfrichterwart Thomas Henning in Buttenwiesen am 30.04.2010 Gerald Bergmann die Ehrenurkunde mit der Ehrennadel "Gold mit Rubin" namens des Bayerischen Turnverbandes verleihen. Diese sehr seltene Auszeichnung erhielt der 77-jährige Gerald Bergmann, derzeit auch der älteste lizensierte Kampfrichter beim BTV, in Anerkennung der außergewöhnlichen Verdienste um das Bayerische und das Deutsche Turnen, sowie für eine mehr als sechzigjährige ehrenamtliche Tätigkeit auf allen Gliederungsebenen des Landes und des Bundes.
 
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Jahresbericht 2009 Kampfrichterwesen Gerätturnen Bayern

 

  

1          Aus- und Weiterbildung

2          Kampfrichtereinsätze, Einsatzlage

3          Ausblick und Zusammenfassung

 

 

Vorwort

 

Für das Jahr 2008 standen als die großen Vorhaben der Prüfungszyklus des neuen Code de Pointage 2008 und das Deutsche Turnfest in Frankfurt an. Wie bei jedem neuen Prüfungszyklus nutzen in dieser Zeit immer einige Kampfrichter die Gelegenheit die notwendige Lizenz nicht mehr zu erneuern und als Kampfrichter „auszusteigen". Diesem Phänomen galt es 2008 durch gezielte Ladungen zuvorzukommen.

Ferner galt es für Einsätze beim Deutschen Turnfest in Frankfurt zu werben. Auch hier bildet sich zunehmend der Arbeitsmarkt ab. Es gibt immer mehr Kampfrichter die aus Kostengründen einen Einsatz ablehnen, da das Geld knapp bei geringer werdenden Einkommen ist, oder viele sind der Auffassung, dass bei verhältnismäßig hohem finanziellen Einsatz man mehr „Spaß" statt Arbeitseinsatz haben möchte, die Angebote dort  nutzen möchte und somit einen oder mehre Einsätze ablehnen. Hier ist in den nächsten Jahren sicherlich noch erhebliche Überzeugungsarbeit im Sinne des Sportes zu leisten.

 

 

1          Aus- und Weiterbildung

Schwerpunkt der Ausbildung war die Erneuerung der Kampfrichterlizenzen im Land. Erfreulich ist, dass es im Land nunmehr 3 Kampfrichter mit einem Brevêt gibt, die ihr Wissen in den Lehrgängen qualifiziert weitergeben können.

Insgesamt haben im Land 2 mehrtägige Prüfungslehrgänge mit insgesamt 50 Teilnehmern stattgefunden, die auch die Prüfung mit Erfolg abgelegt haben. Das Land verfügt nunmehr über 47 Kampfrichter mit einer A-Lizenz und 3 Kampfrichter mit einer B-Lizenz.

Formell sind dies eine ganze Menge qualifizierter Kampfrichter. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass von dieser Zahl erhebliche Abstriche gemacht werden müssen: viele Kampfrichter sind aktive Turner, Trainer oder Funktionäre im Verein oder in den Gliederungen und stehen somit für Einsätze überhaupt nicht oder nur sehr eingeschränkt zur Verfügung. Somit sind dies in Bayern nur mehr ein gutes Dutzend Kampfrichter. Mit Einschränkungen ist es somit notwendig für Landesmeisterschaften auch auf erfahrene Kampfrichter mit einer „C-Lizenz" oder „D-Lizenz" zurückgreifen zu müssen, damit die Kampfgerichte „aufgefüllt" werden können. Trotzdem gelingt es in den letzten Jahren nicht über 3-er Kampfgerichte hinaus zu kommen. Daher haben die Oberkampfrichter im Land eine besondere Verantwortung bei den einschlägigen Meisterschaften und Wettkämpfen.

 

Ferner haben 3 weiter Kampfrichterlehrgänge „C" mit 51 Teilnehmern stattgefunden. Dieser Kreis steht regelmäßig in den Gauen und Bezirken zur Verfügung, nicht aber auf Landesebene.

 

 

2          Kampfrichtereinsätze, Einsatzlage

 

Wie im vorangegangenen Kapitel aufgeführt, ist es bei den entscheidenden Landesmeisterschaften inzwischen nicht mehr möglich vollständige Kampfgerichte einzusetzen (Die Mittel für einen Einsatz stehen zwischenzeitlich auf Grund der angespannten finanziellen Lage im Land auch nicht mehr ausreichend zur Verfügung). Somit werden derzeit die Meisterschaften mit einer Minimalbesatzung durchgeführt. Mehrtägige Einsätze von Kampfrichtern sind auch auf Grund deren berufliche und ehrenamtliche Belastung und Situation nur noch eingeschränkt möglich, so dass die Kampfgerichte in den letzten Jahren täglich von Einsatz zu Einsatz wechselten. Besonderer Wert wird inzwischen nur noch darauf gelegt, dass die Oberkampfrichter kontinuierlich eingesetzt werden können, damit der wechselnden Verfügbarkeit von Kampfrichtern Rechnung getragen werden kann.

 

Für das Deutsche Turnfest in Frankfurt konnten Kampfrichter nur eingeschränkt für einen Einsatz in Frankfurt gewonnen werden. Wie dieses Problem in der Zukunft gelöst werden soll und kann, wird in den nächsten Jahren zu bearbeiten sein.

 

Bayern ist an der Bundes- und Regionalliga mit insgesamt 8 Mannschaften beteiligt. Dies hat zur Folge, dass der potentielle Kreis an neutralen Kampfrichter extrem eingeschränkt ist, da dieser Teilnehmerkreis naturgemäß nicht uneingeschränkt für Einsätze zur Verfügung (Familie, Ehrenamt, Beruf, ...) steht. Wie die zu lösen ist, ist im Land derzeit außerordentlich fraglich. Belastungsgrenzen sind hier oft überschritten worden.

 

Für die Mitarbeit auf Landesebene konnte Markus Etter, Germering, als stellvertretender Landesfachwart gewonnen werden. Im laufenden Jahr hat er bei der Lehre und bei Wettkämpfen unterstützt und entlastet.

 

3          Zusammenfassung und Ausblick

 

Die nächsten Jahre werden dadurch gekennzeichnet sein, dass die Verfügbarkeit von qualifizierten Kampfrichtern nur eingeschränkt möglich sein wird. Als Begründung ist die veränderte berufliche Situation vieler Kampfrichter zu sehen. Es werden Modelle zu entwickeln sein und zum Tragen kommen, die eine Aufteilung der Wettkämpfe  /  Wettkampfdurchgänge  gemäß der zeitlichen Verfügbarkeit einzelner Kampfrichter Rücksicht nehmen. Die Ausbildung ist dahin weiter zu entwickeln, dass möglichst viel Turner und Trainer zusätzlich eine, zumindest rudimentäre, Kampfrichterausbildung erhalten, damit mittelfristig auch weiterhin genügend vorgebildete Personen vorhanden sind und auf diese Art und Weise eine Bindung an unsere Sport stattfindet.

 

 

gez.

 

Thomas Henning

Landeskampfrichterwart