Turnteam Schwaben in der Bundesliga Drucken
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Die Turnerinnen des TurnTeam Schwaben erturnten sich am 10.12.2011 in Bühl den Aufstieg in die 3. Bundesliga. Die Mannschaft bestand aus den besten Turnerinnen vom TSV Illertissen mit Julia Rueß, Santina Haas, Michelle Friedrich, Sophia Faist und Jana Scherer. Die Friedbergerinnen stellten ein Trio mit Sarah Eckert, Maria Näßl und Anna-Maria Trä. Komplettiert wurde das Team durch Francisca Holzner und Sabrina Seidl aus München. Diese Turnerinnen wurden unterstützt durch die Portugiesin Zoi Lima, die extra für diesen Aufstieg aus Portugal anreiste.

Die Ausgangslage für das TurnTeam Schwaben war klar. Von acht Mannschaften unter die ersten Drei turnen, denn nur diese durften in die 3. Bundesliga aufsteigen. Potenzial hatten jedoch fünf Mannschaften auf die ersten drei Plätze.

Das TurnTeam begann am Boden mit Sabrina Seidl für Santina Haas, die sich einen Tag zuvor verletzt hatte. Sabrina turnte eine saubere und solide Übung und erhielt dafür 10,40 Punkte. Sarah Eckert war etwas nervös und turnte keine perfekte Übung wie am Wettkampf zuvor. Sie erturnte dennoch eine gute Wertung mit 10,25 Punkten. Sophia Faist zeigte einmal mehr eine ordentliche Übung mit 10,60 Punkten. Als Vierte ging Francisca Holzner ans Gerät, die sich zum ersten Mal nach einem Jahr Verletzungspause präsentierte. 11,35 Punkte konnte sie als zweitbeste Leistung zum Team beisteuern. Beste Turnerin war Zoi Lima, die jedoch leider einen Sturz zu verbuchen hatte und dennoch einen hohen Wert mit 12,15 für die Mannschaftswertung einbrachte.

 

Das zweite Gerät der Sprung war im Vorfeld bei der Regionalliga bereits eines der stärksten Geräte des Teams. So war es nicht verwunderlich, dass Sarah Eckert, Michelle Friedrich, Sophia Faist, Sabrina Seidl und Zoi Lima auch in diesem Wettkampf mit nur 0,85 Punkten Rückstand an diesem Gerät das zweitbeste Team waren.

Nach der Hälfte des Wettkampfes lag das TurnTeam auf dem zweiten Rang. Jetzt galt es das vermeintlich schwächste Gerät der Schwaben den Stufenbarren so gut wie möglich zu absolvieren. Als erstes ging Francisca Holzner an dieses Gerät. Bei der Bückfelge hatte sie mit dem schwingenden Holm große Probleme, sodass sie leider einmal das Gerät verlassen musste und nur 7,45 Punkte beisteuern konnte. Sophia Faist und Santina Haas steuerten mit guten Übungen 6,80 und 7,10 Punkte zum Mannschaftsergebnis bei. Julia Rueß hatte ihre Übung im Vergleich zu den letzten Wettkämpfen aufgestockt und zeigte ein Flugelement am oberen Holm gefolgt von einem weiteren Flugelement vom oberen zum unteren Holm. Damit hatte sie sich 10,15 Punkte erturnt. Als letztes ging Zoi Lima ans Gerät und zeigte hohe Schwierigkeiten, die dem Team 11,65 Punkte einbrachten.

Nach dieser guten Leistung war die Stimmung im Team hervorragend, führte es die Gesamtwertung vor dem letzten Gerät ihrem vermeintlich stärksten an. Am Schwebebalken zeigte sich jedoch einmal mehr, dass dieses Gerät nicht umsonst Zitterbalken heißt. Julia Rueß begann als Startturnerin am Balken mit einem Sturz, gefolgt von Michelle Friedrich ebenfalls einem Sturz, Sabrina Seidl musste sogar zweimal das Gerät verlassen. Sophia Faist und sogar Zoi Lima reihten sich in die Stürze mit einem Sturz in die Reigen ein. „Alle Turnerinnen verließen ausnahmslos mindestens einmal das Gerät und zwar bei eigentlich leichten Teilen wie dem Rad“ resümierte Cheftrainerin Ulrike Notz die Schwebebalkenleistung. „Nie wieder werden wir in irgendeiner Übung ein Rad zeigen lassen“ so Notz weiter. Danach war die Stimmung bei Turnerinnen und Trainern am Boden. Rang eins weiterhin nach dem vierten Gerät, doch sollten noch vier Teams folgen. Eppelborn und Bünde konnte man klar vor sich einreihen und Kronshagen hinter sich. Jetzt galt es sich mit den Hannoveranerinnen zu vergleichen, die mit Sprung ihr letztes Gerät bestritten. Eigentlich der Vorteil auf Seiten der Hannoveranerinnen. Dennoch zeigte dieses Quintett Nerven und musste ebenfalls einen Sturz verbuchen, sodass es am Ende für das TurnTeam Schwaben mit 1,15 Punkten Vorsprung auf Rang vier zum letzten Aufstiegsplatz reichte.

 
 
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